Zwei Jahre Konflikt. Immer wieder schwierige Sitzungen. Beide Seiten fühlen sich nicht gehört.

Auf der einen Seite stand die Geschäftsführerin eines Lebensmittelbetriebs mit rund 40 Mitarbeitenden. Auf der anderen der Betriebsratsvorsitzende.

Als dieser sogar Hygienevorschriften missachtete, war für die Geschäftsführerin eine Grenze erreicht.

Was steckt hinter einem Verhalten, das völlig unverständlich erscheint?

In der Mediation wurde deutlich, dass der Betriebsratsvorsitzende Regeln teilweise bewusst missachtete.

Dahinter steckte jedoch nicht Gleichgültigkeit gegenüber dem Unternehmen. Vielmehr hatten sich Frust und das Gefühl aufgebaut, nicht gehört und verstanden zu werden.

Auch die Geschäftsführerin hatte nachvollziehbare Interessen: Sicherheit, verlässliche Abläufe und ein gutes Arbeitsumfeld.

Als beide Seiten verstanden, was hinter dem Verhalten des jeweils anderen stand, konnten Lösungen entstehen.

Ein wesentlicher Punkt war die zukünftige Kommunikation.

Das Überraschende:

Der Konflikt hatte zwei Jahre gedauert. Die Mediation dauerte zwei Stunden.

Einige Monate später kündigte der Betriebsratsvorsitzende. Geschäftsführung und Betriebsrat gingen friedlich auseinander.

Die Trennung war nicht Ziel der Mediation. Sie war eine Folge der entstandenen Klarheit.

Im ausführlichen Praxisbeispiel zur Mediation zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat aus der Region Ulm lesen Sie die gesamte Geschichte und die Bedürfnisse hinter dem Konflikt.

Mediation zwischen Geschäftsführung und Betriebsratsvorsitzendem in der Region Ulm

Häufige Fragen zu Konflikten zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat

Kann Mediation bei einem festgefahrenen Konflikt zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat helfen?

Ja. Besonders wenn Gespräche immer wieder scheitern und beide Seiten sich nicht mehr gehört oder verstanden fühlen, kann eine neutrale Mediation helfen, Interessen und Bedürfnisse hinter den jeweiligen Positionen sichtbar zu machen.

Was ist bei einer Mediation mit dem Betriebsrat besonders zu beachten?

Neben der persönlichen Konfliktebene bestehen klare gesetzliche Rollen und Rechte. Mediation ersetzt diese nicht. Sie kann aber dabei helfen, die Zusammenarbeit und Kommunikation innerhalb dieses Rahmens wieder konstruktiver zu gestalten.

Ist eine spätere Trennung ein Scheitern der Mediation?

Nein. Mediation soll keine Zusammenarbeit um jeden Preis erhalten. Wenn durch die Klärung eine bewusste und friedliche Trennung möglich wird, kann auch das ein sehr gutes Ergebnis sein.