Konfliktmut Mittagspause Nr. 69
die Aufzeichnung unseres LIVE
Formats vom 30. September 2026
Kluge Konfliktkultur im Unternehmen gestalten: Darüber habe ich in der #konfliktmut Mittagspause mit Tanja Jaus und Gerald Kneissle gesprochen. Beide haben bei Mercedes ein internes Konfliktmanagementsystem mitgestaltet. Ihre Erfahrungen zeigen dir, wie wir Konfliktklärung im Unternehmen zugänglicher machen und mit vorhandenen Angeboten anfangen können.
Konfliktklärung braucht Orientierung
Ein Konfliktmanagementsystem verbindet Anlaufstellen und klärt Zuständigkeiten. Ziel ist, dass Menschen mit ihrem Anliegen die passende Unterstützung finden. HR, Betriebsrat, Führungskräfte, Sozialberatung und Mediation müssen dafür voneinander wissen. Mitarbeitende brauchen keine perfekte Einordnung ihres Konflikts. Die angesprochene Stelle kann bei Bedarf weitervermitteln.
Früh ansprechen statt lange aushalten
Tanja und Gerald berichten, dass Impulsvorträge und Workshops Hemmschwellen abbauten und Teams wieder ins Gespräch brachten. Manchmal öffnet schon die Frage nach unausgesprochenen Ärgernissen oder Missverständnissen eine Tür. Für dich heißt das: Schau hin, bevor sich Spannungen verhärten. Auch dein eigener Beitrag zur Situation verdient Aufmerksamkeit.
Vernetzung schafft Entlastung
Wenn Anlaufstellen zusammenarbeiten, können sie Anliegen passend weitergeben. Das nimmt ihnen keine Aufgaben weg, sondern hilft, Zuständigkeiten sinnvoll zu nutzen. Führungskräfte brauchen dafür ebenfalls Unterstützung. Ein Mandat der Geschäftsführung und ein Budget können den Aufbau erleichtern. Bei Mercedes begann die Entwicklung nach Aussage der Gäste als Initiative engagierter Mitarbeitender.
So kannst du Schritt für Schritt starten
- Bestand aufnehmen: Wo suchen Menschen bereits Hilfe? Erfasse vorhandene Anlaufstellen, interne Kompetenzen und externe Angebote.
- Zuständigkeiten klären und vernetzen: Wer unterstützt wobei? Sorge dafür, dass die Beteiligten einander kennen und erreichen können.
- Angebote sichtbar machen: Stelle Kontaktmöglichkeiten im Intranet oder bei einer Betriebsversammlung vor.
- Führungskräfte einbinden und befähigen: Sie sind häufig die erste Adresse, wenn es im Team knirscht.
- Mit Impulsvorträgen und Workshops loslegen: Schaffe Gesprächsanlässe und lerne aus den Bedürfnissen, die dabei sichtbar werden.
Vertrauen braucht klare Grenzen
Interne Mediation braucht Vertraulichkeit und ausreichend Abstand zu den Beteiligten. Die Gäste mediierten deshalb nicht innerhalb ihrer eigenen Direktion. Gerade in kleinen Unternehmen lohnt sich der Blick auf externe Unterstützung.
Kluge Konfliktkultur im Unternehmen gestalten beginnt mit einem machbaren Schritt. Schau dir die Aufzeichnung an und prüfe: Was ist bei euch schon da?
Möchtest du mehr über Tanja Jaus und Gerald Kneissle erfahren? Hier wirst du fündig:





