In jungen, dynamisch wachsenden Unternehmen ist der Druck hoch, Rollen zu klären und Zusammenarbeit zu gestalten. Genau hier zeigt Mediation bei Teamkonflikten in wachsenden Unternehmen, wie Konflikte nicht nur gelöst, sondern in Chancen verwandelt werden können.
Ein Unternehmen mit zwei Geschäftsführern und vier Führungskräften stand genau an diesem Punkt: Ein neuer Junior Operations Manager sollte das Team ergänzen – doch schnell wuchsen Unsicherheiten im bestehenden Team. Fragen wie „Wird er zu viel Einfluss bekommen?“ oder „Wer ist künftig wofür zuständig?“ führten zu Spannungen.
Ein Geschäftsführer handelte vorausschauend und initiierte eine Mediation, bevor der Konflikt eskalierte.
Der Ablauf der Mediation
In einem Tages-Workshop wurden gemeinsam die zentralen Themen offengelegt:
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Kommunikation: Unklare Informationsflüsse und informelle Kanäle
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Struktur: Fehlende Rollenklarheit und Zuständigkeiten
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Zusammenarbeit: Unterbrechungen in Meetings und fehlende Gesprächsdisziplin
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Gleichbehandlung: Sorge um faire Aufgabenverteilung
Dabei wurde deutlich, dass unter diesen Konflikten tiefere Bedürfnisse lagen:
- Klarheit – wer für was verantwortlich ist
- Struktur – verlässliche Prozesse und Regeln
- Vertrauen – das Gefühl, dass Absprachen eingehalten werden
- Wertschätzung – Anerkennung für Leistung und Engagement
- Vertraulichkeit – Sicherheit im Umgang mit Informationen
Das Ergebnis
Die Mediation führte zu einem entscheidenden Durchbruch: Ein offenes Gespräch zwischen den Geschäftsführern brachte bislang Ungesagtes ans Licht. Daraus entstanden klare Absprachen, eine neue Teamvereinbarung und ein gemeinsames Verständnis für transparente Führung und Kommunikation.
So wurde aus einem drohenden Teamkonflikt ein wichtiger Schritt für gesundes Wachstum und nachhaltige Zusammenarbeit.